Hier berichte ich laufend über die Leptospirose-Erkrankung meines Hundes DC und dessen Verlauf.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Tag 69 - Fast abgesoffen

Heute waren wir wieder bei Danièle, unserer Hundephysio.
Ich habe die ganze Woche mit der "Heulboje" (ein übergrosser Targetstick) geübt, dass DC dem Stick folgt. An Land hat das prächtig funktioniert. Im Wasser ist alles anders. Dort hat es überhaupt nicht geklappt und so gaben wir dieses Vorhaben schnell wieder auf.
Während DC mit Danièle schwimmen durfte, musste Sami noch warten. Wir wollten testen, ob DC nicht doch weniger Stress schiebt, wenn Sami nicht unmittelbar dabei ist. Und so war es denn auch. Auch Sami schob weniger Stress, als sie später mit Sven schwimmen durfte und schaffte es, sich reingleiten zu lassen. Die letzten Male, als DC mit anwesend war, nahm Sami immer einen Sprung in's Wasser.
Wir fanden alle, dass es ruhiger für alle abläuft, wenn die beiden getrennt schwimmen. Daher darf Sami auch das nächste Mal wieder mit Sven schwimmen, wenn DC bei Daniéle auf dem Bett für die Massage und das Fönen ist.


Danièle wollte DC um die Kegel schwimmen lassen. Aber DC, der gelernt hat, immer irgend etwas aus dem Wasser zu retten, packte den Kegel in die Schnüss und wollte ihn abtransportieren. Das hat nicht geklappt, weil der Kegel festgebunden war. DC wollte partout nicht loslassen. Wir haben sämtliche Wortsignale, die für's Ausgeben, fallenlassen, sein lassen usw. im Einsatz sind, durchprobiert. Aber DC wollte einfach nicht loslassen. Auch als Danièle ihm im Tausch Futter vor die Nase hielt, liess er nicht los. Ich war eine Balle von aussen rein, aber auch die wollte DC nicht. Er hielt schon fast krampfhaft am Kegel fest und wäre dabei fast abgesoffen. Während Danièle DC stützte, löste Sven die Schnur und DC rettete den Kegel glücklich "an Land".
Nachdem wir ein Déjà-vu mit einem zweiten Kegel erlebten, nahm Danièle auch den dritten Kegel von der Schnur. Nun hingen nur noch die Schnüre runter, um die DC zuerst schwamm. Danièle meinte, DC sei eine Herausforderung und das hätte sie auch noch nie gehabt, dass ein Hund nur mit den Schnüren schwamm.

Später, als ich filmte, kürzte DC leider immer ab. Aber wir werden noch daran arbeiten, dass er zuverlässig um die Schnüre schwimmt und nicht versucht, selbige ab zu transportieren.

DC versucht, die Schnur zu retten und zeigt dabei noch eine "turn"-Einlage:


Turn-Einlage bei Vimeo


Bei youtube:






Bei youtube:





Während Danièle, DC und ich in den anderen Raum gingen, durfte  Sami mit Sven schwimmen. Danièle schaute sich derweil DC genauer an. Ich hatte ihr geschildert, dass er letztes Wochenende wieder Schmerzen hatte. Danièle ist überzeugt davon, dass es im Rücken ausgelöst wird. Wenn wir den Augenlid-Tumor operieren lassen, und DC eh schon in Narkose ist, werden wir auch den Rücken nochmal Röntgen lassen. Ist seit den letzten Aufnahmen (damals war alles in Ordnung) schon wieder paar Jahre her.
Danièle empfahl mir, DC nicht mehr in's Auto springen zu lassen (raus liessen wir ihn eh nie springen, seit er angefahren wurde), kein stop and go mehr, sondern die Gegenstände verstecken und ihn suchen lassen (dies liebt er sowieso total), und ihm Hagebutten, sowie Ingwer aufgrund der entzündungshemmenden Wirkungen zu füttern und ihm viel Wärme anbieten. Die sucht er eh von selber.

Auch das Problem mit dem Sprung in's Auto haben wir direkt mit einer "Treppenrampe" gelöst. Keine Rampe, weil die für viele Hunde schwierig sei wegem "Schub von hinten", wenn sie eh schon Rückenprobleme hätten. Die "Rampe" besteht jetzt aus 4 breiten Tritten, die nicht hoch sind.
DC stieg gleich darüber ein und aus, wie wenn er nie etwas anderes getan hätte und nahm die Treppenrampe super an.
Bei Sami müssen wir für's Aussteigen noch bisschen "schönfuttern". Sie hat nun mal gelernt, aus dem Auto zu springen. Ihr fällt es deutlich schwerer, bestehende Abläufe plötzlich anders zu machen. Aber das kriegen wir auch bei ihr noch hin.





Über die Festtage müssen wir uns nun mit Isometrischen Übungen und meinen Massagekenntnissen behelfen, wir gehen erst Mitte Januar wieder in die Schwimmtherapie.










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