Hier berichte ich laufend über die Leptospirose-Erkrankung meines Hundes DC und dessen Verlauf.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Tag 7 - Testergebnisse liegen vor

Tag 5 in der Vetsuisse:

Vorhin rief die Tierärztin an. Die Testergebnisse liegen vor und bestätigen, dass es sich um Leptospirose handelt. Es mag mega doof klingen, aber ich bin erleichtert und froh. Denn damit hat DC die viel besseren Voraussetzungen, als wenn es im toxischen Bereich angesiedelt wäre.

Ich habe die Tierärztin um ein persönliches Gespräch gebeten, da ich jetzt natürlich 1000 Fragen habe. Sie wird heute, wenn wir DC besuchen, zu uns stossen. Und wir nehmen Sami mit. Sie wird sich Sami anschauen und dann wird sie bezüglich Antibiose für 14 Tage mit in die Behandlung einbezogen, um auf der sicheren Seite zu sein. Ist zwar Antibiotika auf Verdacht, aber ich denke, bei einer solch lebensbedrohlichen schwerwiegenden Krankheit sicher die richtige Entscheidung.

DC würde immer munterer werden. Er kenne jetzt auch viele Abläufe und würde mitmachen und will immer mehr alles vorausnehmen, weil er ja schliesslich weiss, was kommt. Sie müssen im Moment sehr aufpassen, dass er nicht selber vom Tisch springt (er wills immer tun, darf er aber nicht).
Und er werde immer eigenwilliger und will selber entscheiden (ja, klar, was denn sonst? Das dürfen meine Hunde nun mal ;-) Es klingt auf jedem Fall ganz nach meinem Buben *Herzchen in den Augen*

Heute hatte er keine Dialyse. Da er so munter und wach war, haben sie ihm heute auch kein Blut für die Werte genommen, um einfach mal seine Venen ruhen zu lassen. Sie meinte, es würde langsam schwierig werden, noch gute Stellen zu finden.
Morgen Vormittag würde er aber auf jedenfall nicht um eine erneute Blutentnahme rumkommen, um die Werte neu zu bestimmen. Danach wird entschieden, ob er nochmal eine Dialyse braucht, oder ob sie damit weiter zuwarten.
Ich war erstmal mega erleichtert, endlich kann man gezielt in eine Richtung viel punktueller behandeln und es ist die Richtung, mit den viel besseren Voraussetzungen. Das nahm ich einfach mal als sehr gutes Omen.
Und heute durfte ich wieder zu meinem Strizi.

P.S: Essen mochte er immer noch nichts. Er bekam über die Sonde einen Anstubs und jetzt sind alle gespannt, ob er gleich etwas von der Morosche Karottensuppe kosten mag, die ich ihm kochte *hoff so sehr*


Jeder sagte mir, was DC für ein Schätzeli ist und wie toll er mitmacht und dass ich da einen ganz tollen Hund hätte. Ja, habe ich ;-) DC hat mittlerweile einen kleinen Fanclub in der Vetsuisse. Da wird mir ganz warm um's Herz.



Ich bin positiv überrascht über den Wandel. Ich werde mind. einmal am Tag von einem Tierarzt auf den neusten Stand gebracht. Dabei nehmen sie sich viel Zeit und informieren mitsamt Hintergrund, Begründungen und Querverbindungen usw. Gehen total auf meine Fragen ein. Bin ich vor Ort bei DC, kommt einer in der Zeit persönlich vorbei. Bin ich nicht dort, dann per Anruf.

Inhaltlich vom medizinischen und der Fachkompetenz her, ist diese Klinik momentan weltweit führend, was Dialyse beim Hund sowie Leptospirosebehandlung anbelangt. Leptospirosepatienten bringen sie mittlerweile 80 % durch. Dabei auch schwere Fälle, bei denen es anfangs gar nicht gut aussieht. Ich denke mittlerweile, dass es wirklich  die richtige und einzige Entscheidung war, dort hin zu gehen.

DC geht mit niemandem mit, den er doof findet. Er geht dort aber mit den Leuten wirklich wedelnd mit (wir lassen ihn immer bei uns abholen und bleiben einfach wartend sitzen. Er darf von uns keine Aufbruchstimmung mitbekommen. So klappt es bisher gut für ihn mit der Trennung). Mir sagt das mehr als tausend Worte!




Heute habe ich auch eine E-Mail an den Tierarzt im TÜZ Tenniken geschrieben, ihn über den Leptospirosenbefund und den weiteren Verlauf informiert und ihm feedback gegeben, dass er mit seiner Einschätzung goldrichtig lag und mich herzlich bedankt für die Betreuung und dass er sich darauf eingelassen hatte, dass ich DC wieder mit nach Hause nahm.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen