Hier berichte ich laufend über die Leptospirose-Erkrankung meines Hundes DC und dessen Verlauf.

Montag, 26. Oktober 2015

Tag 12 - trotz Fortschritten ein schwieriger Tag

Tag 10 in der Vetsuisse:

Die Tierärztin wollte am Vormittag anrufen, da heute ein wichtiger Wert untersucht wurde. Sind DCs Nierenwerte von selber etwas runter, stabil oder wieder angestiegen. Sie sagte letzte Woche, dass sich am Montag bereits abzeichnet, in welche Richtung seine Nieren wollen.
Und ich brannte darauf, dieses Ergebnis zu erfahren.

Es wurde Nachmittag 15 Uhr und ich hörte immer noch nichts. Daher rief ich an, aber man konnte mir nichts sagen, ausser dass mich die Tierärztin zurück rufen wurde. Wieder warten und ich fand es nicht mehr lustig.

Irgendwann gefühlte Stunden und etliche neue grauen Haare später kam dann der langersehnte, überfällige Anruf.

DC isst in der Vetsuisse nichts. Auch von unseren Gudis, die wir gestern dort gelassen hatten, nimmt er nichts :-(
Die Nierenwerte sind über das Wochenende von selber etwas runterkommen. Am Samstag waren sie bei 484, heute bei 400 (ein gesunder Hund hat 125. Bei DC stiegen sie bis 1000, als er dann umgehend an die Dialyse kam). Seit letzten Mittwoch hat er nun keine Dialyse mehr gehabt. Man wird noch eine lange Zeit die Nierenwerte regelmässig überwachen müssen, auch wenn er nicht mehr hospitalisiert ist.
Die nächsten Schritte: die Infusion ausschleichen und schauen, was die Nieren ohne Infusion machen und ob er von selber genug trinkt. In der Regel würden die Hunde das über den Durst selber regulieren. Es muss sich erst nur alles einspielen und der Hund müsse sich daran gewöhnen, mehr zu trinken und mehr piseln zu gehen.
Wenn das klappt, darf DC am Mittwoch nach Hause! Ich hoffe es so sehr.

Denn ihm geht es mittlerweile psychisch nicht mehr so gut. Zum einen hatte er ja bereits Hospitalismus-Störungen gezeigt, zum andern zeigte er am Wochenende Sven und mir deutlich, dass er nach Hause will und heute fing er an, dass er auch den Leuten in der Vetsuisse zu zeigen beginnt, dass es ihm mehr als stinkt und dass er nicht mehr dort bleiben will. Gestern hat er dann auch das erste Mal kurz gejammert, nachdem wir weg waren.
Hatte der Tierärztin gesagt, dass ich das bereits am Wochenende bemerkt habe und dass es mir jetzt noch schwerer falle, ihn dort zu lassen und dass ich ihn am Liebsten heute nach Hause holen würde.
Sie meinte, es wäre mein Hund und meine Entscheidung, riet mir aber davon ab, dass es besser ist, die Infusion noch aus zu schleichen und zu schauen, was dann seine Niere genau macht.
Ich will DC ja auch nicht schaden.
Wir hatten das Thema gerade noch am Freitag. Im persönlichen Gespräch hat die Tierärztin uns erzählt, dass es manchmal Hunde gibt, die es nicht verkraften würden, wenn der Besitzer wieder weg ist und die sich nur schwer beruhigen würden dann. Und da müssten sie manchmal sagen, dass der Besitzer fern bleiben soll und das sei immer mega hart.
Sven und ich haben selber gesagt, wenn wir merken und feststellen, dass DC diesbezüglich Schwierigkeiten hätte, würden wir ihn weniger bis gar nicht mehr besuchen. Aber die Tierärztin meinte, dass man sehr gut merkt, dass unsere Besuche ihm Kraft geben.
Ich gucke mal, wie er das bis morgen noch wegstecken mag, ansonsten schlage ich den Kompromiss vor, dass wir ihn morgen abend nach Hause holen.
Sie hat jedenfalls gemeint, ich soll ihm erklären, was unser Plan ist und dass er noch zwei Nächte aushalten soll.
Ich finde es momentan gerade wieder sehr schwierig...... und bin gespannt, wie er nachher gleich drauf sein wird. Wir sollen ihn auf jedenfall von der Klink wegführen und versuchen, ob er bei uns etwas essen mag. Hoffentlich!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen