Hier berichte ich laufend über die Leptospirose-Erkrankung meines Hundes DC und dessen Verlauf.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Tag 4 - Die erste Nacht ohne Stritzi und Besuch bei ihm

Tag 2 in der Vetsuisse:

Ich hatte kaum geschlafen. Zum einen die Panik. Zum anderen fehlte Stritzi zu Hause einfach überall.
Endlich war 10 Uhr und ich konnte DC wieder sehen.
Doch als er mir gebracht wurde, habe ich mich mächtigst erschrocken. Ich erkannte ihn kaum wieder, er war ein Schatten seiner selbst.
Ich war mir an dem Tag nicht sicher, ob er genug Energie und Kraft zum kämpfen hat und ob er es packen würde.

Die Tierärztin kam und informierte, dass er eine recht gute ruhige Nacht gehabt hat und schlafen konnte. Lunge und Leber wären nach wie vor clear und in gutem Zustand. Aber seine Nierenwerte sind auf 1000 angestiegen. Ich kippte fast rückwärts aus dem Rolli. Was? 1000?
Die Tierärztin klärte mich auf, dass für das Krankheitsbild, das DC zeigt, diese Werte für sie völlig im "normalen" Bereich liegen. Dass jetzt noch ein Hund an der Dialyse sei, aber dass DC in ungefähr einer Stunde direkt danach an die Dialyse geht.




Warten auf die erste Dialyse:








Nachdem DC zur Dialyse abgeholt wurde, bat ich um einen Anruf, wie es verlaufen sei und wie es ihm geht. Die TPA meinte, sie würde es weiterleiten, aber da am Wochenende nicht alle Tierärzte im Haus seien, könne sie es mir nicht versprechen. Ich würde auf jedenfall bei Verschlechterung umgehend angerufen werden.

Mir wurde noch erklärt, dass sich die ganze Woche immer ein Mann und eine Frau um die Dialyse kümmern würden, so dass ein Vertrauensverhältnis entstehen kann. Die beiden würden sehr viel Ruhe ausstrahlen und die Hunde würden meistens ab dem zweiten Mal bereits wedeln. Sie würden sich auch immer anschauen, was für einen Typ Hund sie vor sich hätten und möglichst auf ihn eingehen. Das sollte ich noch einige Male überrascht feststellen, wie gut sie DC in verschiedenen Situationen einschätzen konnten.



Nichts desto trotz wurde ich am Abend vom Chef der Inneren selber, Herr Dr. med. vet. T. Francey angerufen, dass die Dialyse gut verlaufen sei, DC sie gut überstanden hätte und konstant stabil war. Auch die Narkose, um den Herzkatheter zu setzen hätte er gut überstanden.
Ich fragte ihn, ob er für DCs Nieren bereits eine erste Einschätzung der Überlebenschance abgeben könne, oder ob diese Frage noch zu früh sei.
Er meinte, wenn es sich um Leptospirose handelt, würde er DCs Nieren 80 - 90 % Chance einräumen, eine "recht hohe Funktionalität" zurück zu erlangen. Weiter machte aber auch er auf die Gefahr der Lungenblutung aufmerksam und erklärte nochmal, dass dies wenn überhaupt, nur pallitativ begleitet werden könne. Und er verwies drauf, dass wenn es doch nicht Leptospiren sind, es im toxischen Bereich angesiedelt wäre und dass dann DCs Überlebenschancen stark sinken würden.
Er meinte, aufgrund der hohen Werte würde DC am Montag direkt seine zweite Dialyse erhalten. 


Ich kam so langsam an den Punkt, dass ich fast hoffte, dass es Leptospiren sind und nichts toxisches!

Er erklärte mir noch, dass DC der Inneren zugeteilt wird und dass mich am Montag eine Tierärztin aus der Inneren anrufen wird, die DC betreuen wird und ab sofort meine Ansprechperson sei.


Halte durch Stritzi, wir geben dich nicht auf!





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